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Ausdehnung der Grafschaft Grumbach

Zur Grafschaft Grumbach gehörten um 1600 die Dörfer Grumbach, Kappeln, Merzweiler, Langweiler, Ober- und Unterjeckenbach, Rode, Wieselbach, Ehlenbach, Ilgesheim, Sulzbach, Homberg, Kirrweiler, Deimberg, Buborn, Hausweiler, Offenbach ohne die Abtei, Olschied, Niederalben, Eschenau, Hundheim, Oberweiler i. Tal, Nerzweiler, Oberaschbach, Niederaschbach und Kirchenbollenbach, dazu einige Höfe und Mühlen. Merzweiler, das zum Herzogtum Zweibrücken gehörte, wurde 1595 gegen Bosenbach eingetauscht, ebenso Kirchen-bollenbach gegen Hinzweiler und Hirsau. Die meisten Orte im Eßweiler Tal gingen im Laufe der Zeit verloren, so z.B. Aschbach, Nerzweiler und Oberweiler i. Tal, die alle ab 1595 zu Pfalz-Zweibrücken gehörten. 1755 wurden Hinzweiler und Hirsau, sowie Oberweiler i. Tal wieder erworben. Im gleichen Jahr unterzeichnete der Zweibrücker Herzog Christian V. und Karl Walrad Wilhelm einen Tauschvertrag. Folglich wurden die Abtei   in Offenbach und der Ort Hundheim, ab 1595 zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken gehörend, dem Grumbacher Herrschaftsgebiet wieder angegliedert. „Die Rheingrafschaft Grumbach bestand aus mehr als siebzig größeren und kleineren Ortschaften und Höfen, die teils von den Grumbachern ganzteilig, teils mit den fürstlichen Häusern Salm-Salm und Salm-Kyrburg in Gemeinschaft zur Hälfte, zu Dreiviertel, fünf Achtel und sieben Achtel besessen wurden. Woraus dann komische Verhältnisse entstehen“. (Lindenmeyer) Sogar im Elsaß war die Herrschaft von Grumbach bis zur französischen Revolution zu einem Viertel Mitbesitzer am Amt und der Stadt Diemeringen.Später erwarben die Wild- und Rheingrafen noch andere Höfe in Buborn, Deimberg und Kirrweiler, ebenso den Windhof, den Fichtenhof und Teile des Hohenröther Hofes. Alle Höfe wurden von Hofleuten verwaltet und je nach Gelegenheit gegen andere Höfe wieder eingetauscht. Schließlich gehörte noch die Rheingrafenmühle in Lauterecken zum Besitztum des Schlosses.Im Jahre 1750 erhielt Karl Ludwig Wilhelm Theodor nach dem Aussterben der dhaunischen Linie durch Entscheidung des Reichskammergerichts das Amt Dhaun und von den Ämtern Wörrstadt, wo er später ein Resi­denzschloß erbaute, 4/16 und Flonheim 3/16. Als Rheingraf  von Grum­bach und Dhaun heiratete er 1768 die Tochter des Fürsten Karl Friedrich Wilhelm zu Leiningen-Dachsburg-Hartenburg, mit Namen Marianne Elisabeth Christine (geb.  27. Oktober 1754, gest. am 16. Februar 1792).
Als 1775 der Rheingraf von Gaugrehweiler und Rheingrafenstein, Karl Magnus (1718-1793), durch kaiserlichen Befehl zum Arrest auf die Festung Königstein im Taunus gebracht wurde, ist Karl Ludwig Wilhelm Theodor regierender Rheingraf des ganzen Hauses mit Sitz in Grumbach geworden. 
Durch den Vertrag vom 18. September 1783 erhielt er von den Ämtern Wörrstadt 10/16 und Flonheim 3/16.

Karte 1789 farbig

Verteilung der Herrschaftsgebiete im Jahre 1789