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Das rheingräfliche Wappen der Herrschaft Grumbach

                                                                                                                                                                                                               

Das Wappen der Rheingrafen von Grumbach geht auf den Wild- und Rheingrafen Johann Christoph (1555-1585) zurück, der Begründer dieser Seitenlinie des wild- und rheingräflichen Hauses war. Das von Rankwerk umgebende Wappenschild ist quadriert und zeigt in den Feldern 1 und 4 einen roten, blau gekrönten Löwen vor goldenem Grund. In den Feldern 2 und 3 befindet sich vor schwarzem Grund ein goldener (richtiger: silberner) Leopard.

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Das Wappen ist vermehrt durch einen aufgesetzten Mittelschild, in dem in den Feldern 1 und 3 vor rotem Grund drei goldene Löwen (Kyrburger Löwen) zu sehen sind. Seit 1475 führten die Wild- und Rheingrafen auch den Titel „Graf von Salm“. Deshalb steht in Feld 2 das Salmsche Wappen mit zwei vor rotem Grund gesetzten, von einander abgewendeten silbernen Salmen, die von vier Kreuzen umgeben sind. In Feld 4 befindet sich das Wappen der Herrschaft Vinstingen in Lothringen, ein silberner Balken vor blauem Grund.

 

Wappenstein am Giebel „Auf dem Schloss 5“

 

Das Wappen des Amtes und der Gemeinde Grumbach
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Grumbach war innerhalb des Amtes Grumbach die erste Gemeinde, die ein Wappen führen durfte.
Der Schild zeigt auf goldenem Felde einen grünen Wellenschrägbalken. Das Ganze ist belegt mit dem Wild- und Rheingräflichen Löwen. Es handelt sich um ein rotes, blaubewehrtes, blaubezungtes und blaugekröntes Wappentier, welches in den meisten Wappen des ehemaligen Amtes vorkommt, diese allerdings ohne Krone. Der Löwe erinnert an die Wildgrafen von Dhaun, die das Grumbacher Schloß 1150 erwarben. Von 1575 bis 1792 war das Schloß  Residenz der Wild- und Rheingrafen. Bis 1972 war Grumbach Sitz der Amtsverwaltung.
Am 28. Oktober 1928 wurde der Gemeinde die Führung des Wild- und Rheingräflichen Löwen im Wappen von Seiner Durchlaucht dem Fürsten Otto zu Salm-Horstmar auf Schloß Varlar bei Coes-feld in Westfalen ge-stattet.
Der Gemeinderat beschloss die Einführung am 29.Oktober 1928. Die Genehmigung durch das Preußische Staatsministerium in Berlin erfolgte am 16.März 1929.

 

Namens des Preußischen Staatsministeriums hat der Reichs- und preußische Minister des Innern am 27. Nov. 1934 dem Amte Grumbach das Recht verliehen, ein Wappen zu führen. Es handelt sich um das gleiche Wappen, das 1928 der Gemeinde Grumbach verliehen worden ist.

Zum Unterschied ist das Amtswappen mit einem schwarz-weiß gestickten Schildbord umgeben, indem es damit zugleich die Zugehörigkeit zu Preußen betont.